Hinweis: Die e-Card-Integration ist für Q2 2026 geplant und wird nicht zum Launch verfügbar sein. Hier erklären wir, wie sie technisch funktionieren wird.
Die wichtigste Frage bei jeder neuen Ordinationssoftware lautet: Funktioniert das auch mit der e-Card? Für viele Ärzt:innen in Österreich ist die e-Card das zentrale Element der täglichen Arbeit – von der Patientenidentifikation bis zur Abrechnung. Und genau deshalb haben wir ExploreYourDoc Pro so entwickelt, dass die e-Card-Integration nahtlos funktionieren wird – auch in der Cloud.
Wie funktioniert die e-Card überhaupt?
Die e-Card ist die Chipkarte der österreichischen Sozialversicherung. Sie dient zur Identifikation von Patient:innen und ermöglicht den Zugriff auf Versicherungsdaten, die Dokumentation von Konsultationen sowie das Ausstellen von e-Rezepten und eAUM-Meldungen. Damit die e-Card funktioniert, benötigt jede Ordination zwei Dinge:
- Einen GIN-Anschluss (Gesundheitsinformationsnetz) – bereitgestellt von Providern wie Magenta, A1 oder Drei
- Ein GINO-Kartenlesegerät – das physische Lesegerät, in das die e-Card gesteckt wird
Diese beiden Komponenten bleiben auch bei einer Cloud-Lösung in Ihrer Ordination – daran ändert sich nichts.
Was bleibt lokal, was wandert in die Cloud?
Bei herkömmlicher Ordinationssoftware läuft die gesamte Kommunikation mit dem e-Card-System über einen lokalen Server. Das bedeutet: Sie brauchen einen eigenen Rechner in der Ordination, der ständig laufen muss, regelmäßig gewartet werden will und bei dem Updates manuell eingespielt werden. Fällt dieser Server aus, steht die gesamte Ordination still.
Bei ExploreYourDoc Pro wird das anders funktionieren. Die Software selbst läuft in der Cloud, aber die Verbindung zum e-Card-System wird über eine schlanke lokale Komponente hergestellt. Das GINO-Gerät und der GIN-Anschluss bleiben in der Ordination. Die Cloud-Software kommuniziert sicher mit dieser lokalen Schnittstelle und übernimmt die gesamte Logik – Datenabruf, Dokumentation und Abrechnung.
Der technische Ablauf in 5 Schritten
So wird der typische Ablauf aussehen, wenn eine Patientin oder ein Patient in Ihre Ordination kommt:
- Schritt 1: Die e-Card wird in das GINO-Gerät gesteckt. Das Gerät liest die Kartendaten aus.
- Schritt 2: Die lokale Schnittstelle leitet die Anfrage über den GIN-Anschluss an das e-Card-System der Sozialversicherung weiter.
- Schritt 3: Die Versicherungsdaten werden abgerufen und an die Cloud-Software übermittelt. ExploreYourDoc Pro zeigt Ihnen sofort alle relevanten Informationen an.
- Schritt 4: Sie arbeiten wie gewohnt – dokumentieren die Konsultation, stellen Rezepte aus oder melden Arbeitsunfähigkeiten.
- Schritt 5: Alle Daten werden verschlüsselt in die Cloud synchronisiert und gleichzeitig an das e-Card-System zurückgemeldet.
Für Sie als Ärztin oder Arzt wird sich das Ganze so anfühlen, als würden Sie einfach im Browser arbeiten. Die technische Komplexität bleibt im Hintergrund.
Was passiert im Hintergrund?
Hinter den Kulissen wird bei jedem e-Card-Vorgang einiges passieren. Die Cloud-Software kümmert sich automatisch um:
- Authentifizierung und Verschlüsselung der Kommunikation
- Validierung der Versicherungsdaten in Echtzeit
- Protokollierung aller Zugriffe für die Nachvollziehbarkeit
- Fehlerbehandlung – z. B. wenn die Verbindung zum e-Card-System kurzzeitig unterbrochen wird
- Automatische Updates der Schnittstelle, wenn sich die e-Card-Spezifikationen ändern
Das bedeutet für Sie: weniger IT-Aufwand, keine manuellen Updates und die Gewissheit, dass Ihre Software immer auf dem neuesten Stand ist.
Sicherheit: Cloud vs. lokaler Server
Ein häufiges Bedenken ist die Sicherheit. Sind meine Daten in der Cloud sicher? Die Antwort lautet: In den meisten Fällen sogar sicherer als auf einem lokalen Server. Hier der Vergleich:
- Verschlüsselung: Cloud-Lösungen nutzen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nach aktuellem Standard. Lokale Server sind oft veraltet konfiguriert.
- Backups: In der Cloud werden automatisch mehrfache Backups an verschiedenen Standorten erstellt. Lokale Server haben oft kein zuverlässiges Backup-Konzept.
- Zugriffskontrolle: Cloud-Software bietet granulare Berechtigungen für jede:n Mitarbeiter:in. Am lokalen Server haben oft alle denselben Zugang.
- Updates: Sicherheitsupdates werden in der Cloud automatisch eingespielt. Bei lokalen Systemen müssen sie manuell installiert werden – was oft monatelang nicht passiert.
- Physische Sicherheit: Cloud-Rechenzentren haben Zutrittskontrollen, Brandschutz und redundante Stromversorgung. Ein Server unter dem Schreibtisch in der Ordination hat das nicht.
ExploreYourDoc Pro nutzt ausschließlich DSGVO-konforme Rechenzentren in der EU. Ihre Patientendaten verlassen niemals den europäischen Raum.
Was bedeutet das für Ihren Ordinationsalltag?
Die Cloud-basierte e-Card-Integration wird konkrete Vorteile für Ihren Alltag bringen:
- Kein lokaler Server nötig – weniger Hardware, weniger Wartung, weniger Kosten
- Arbeiten von überall – ob in der Ordination, im Homeoffice oder unterwegs
- Immer aktuell – Updates werden automatisch eingespielt, ohne Ihren Betrieb zu unterbrechen
- Schnellere Abläufe – die e-Card-Daten stehen in Sekundenschnelle bereit
- Zukunftssicher – wenn die SVC neue Services einführt, sind diese schnell verfügbar
Die Kombination aus bewährter Hardware (GINO + GIN) und moderner Cloud-Software bietet das Beste aus beiden Welten: Zuverlässigkeit und Innovation.